Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie luden die beiden Kuratoren zur ersten Besichtigung der Ausstellung ein,
die das Leben und Wirken der bayerischen Herrscher und Herrscherinnen vom Beginn der Monarchie im Jahre 1806 bis
zu deren Aufhebung im Jahre 1918, und darüber hinaus, dokumentiert. Während Herr Kosch sich in der
Ausstellungsvorbereitung den bayerischen Herrschern – Max I. Joseph, Ludwig I., Max II., Ludwig II.,
Otto I., Prinzregent Luitpold und Ludwig III. – im Rittersaal zuwandte, rückte die Historikerin Frau
Dr. Schad die zuweilen im Schatten stehenden, doch nicht minder bedeutenden, bayerischen Königinnen –
Königin Caroline, Königin Therese, Königin Marie und Königin Maria Theresia – im Bereich der Schlossgalerie
in ein ihnen angemessenes Licht. Ein Augenmerk der Ausstellung wurde auch auf die Entstehung des Königreiches
Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts gerichtet, dem die französische Revolution, die nachfolgende napoleonische
Zeit und – nicht zu vergessen – die Säkularisation, die Verweltlichung kirchlicher Güter, vorausging.
Persönliche Gegenstände, Dokumente, Gemälde, Büsten, Zeitungsartikel und Photographien, die teilweise durch
den persönlichen Einsatz der beiden Kuratoren ihren Weg nach Friedberg fanden, bringen dem Betrachter auf eine
eindrucksvolle und beinahe erzählerische Weise die „Macht“ und den stets anhaltenden „Mythos“ der Wittelsbacher
lebendig nahe. Die Repliken der Königskrone sowie der Königinnenkrone, die von Juwelier Wollitza zur Verfügung
gestellt wurden, fanden inmitten der Räumlichkeiten einen besonderen Platz. Begleitend zur Ausstellung findet
auch ein attraktives Beiprogramm, respektive Vorträge der beiden Kuratoren, statt, die über die einzelnen Könige
als auch Königinnen referieren werden.
Die Exposition, die ihr faszinierendes Gesicht durch das immense Engagement der Kuratoren, in denen sie
einmal mehr über das Leben und Wirken der bayerischen Herrscher informieren, wurde von den Gästen mit
Begeisterung aufgenommen! Hervorzuheben ist, dass nicht nur den Wittelsbacher Königen und Königinnen
Aufmerksamkeit geschenkt wird, sondern auch die Kronprinzessinnen Antonia von Luxemburg und Marie Gabriele,
Herzogin in Bayern, als auch Kronprinz Rupprecht und Herzog Albrecht angemessene Beachtung finden!
Vorträge:
jeweils um 18 Uhr im Foyer des Museums
19.05. Manfred Kosch:
König Max I. Joseph von Bayern – „Populär und revolutionär“
26.05. Matha Schad:
Königin Caroline von Bayern – „Geht dir die Not bis obenhin,
dann geh' doch zur Carolin“
02.06. Manfred Kosch:
König Ludwig I. von Bayern – „Gerecht und beharrlich“
16.06. Martha Schad:
Königin Therese von Bayern – „Ausgezeichnet ist Therese durch ihr Herz,
durch Vernunft, ihre Schönheit“
(die Reihe wird fortgesetzt)