BAMBERG
Residenz in Bamberg
Bereits im Juni 1866 verlangte die Situation – Bayern stand unmittelbar vor dem Deutschen Bruderkrieg –, dass Ludwig II. sich ins fränkische Bamberg begab, wo sich das Hauptquartier der bayerischen Truppen befand.
Am 14. November, der Krieg gegen Preußen war verloren, suchte der König Bamberg erneut auf und wurde von allen Klassen der Bevölkerung mit tosendem Beifall empfangen. In der Neuen Residenz nahm Ludwig II. Quartier in einem zuvor für ihn mit umfangreichem Meublement im Barockstil eingerichteten Appartement. Gegen 19 Uhr desselben Tages begaben sich Seine Majestät und dessen Onkel Otto, vormals König von Griechenland, bei strömendem Regen in das bengalisch beleuchtete Stadtinnere, um sich dem begeisterten Volke zu zeigen. Es folgte der nächsten Tage ein allgemeines Programm, darunter Empfänge, Theaterbesuch des „Troubadour“, Besichtigung des Domes und Besuch des Hofballs in der „Concordia“ am Ufer der Regnitz. Im Theresienhain, einem im Englischen Stil gehaltenen Park, wurde von königsbegeisterten Einwohnern 1910 ein filigran gearbeitetes Denkmal, das den Monarchen im Ornat eines Georgiritters zeigt, zu Ehren Allerhöchstdesselben errichtet.

 

 Ludwig II.-Forschung
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 Peter Gloswasz
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