Am 14. November, der Krieg gegen Preußen war verloren, suchte der König Bamberg erneut auf und wurde von allen
Klassen der Bevölkerung mit tosendem Beifall empfangen. In der Neuen Residenz nahm Ludwig II. Quartier in
einem zuvor für ihn mit umfangreichem Meublement im Barockstil eingerichteten Appartement. Gegen 19 Uhr desselben
Tages begaben sich Seine Majestät und dessen Onkel Otto, vormals König von Griechenland, bei strömendem Regen in
das bengalisch beleuchtete Stadtinnere, um sich dem begeisterten Volke zu zeigen. Es folgte der nächsten Tage ein
allgemeines Programm, darunter Empfänge, Theaterbesuch des „Troubadour“, Besichtigung des Domes und Besuch des
Hofballs in der „Concordia“ am Ufer der Regnitz. Im Theresienhain, einem im Englischen Stil gehaltenen Park, wurde
von königsbegeisterten Einwohnern 1910 ein filigran gearbeitetes
Denkmal, das den Monarchen im Ornat eines
Georgiritters zeigt, zu Ehren Allerhöchstdesselben errichtet.