FESTSPIELHAUS  BAYREUTH
Der Komponist Richard Wagner legte am 22. Mai 1872, seinem 59. Geburtstag, den Grundstein zum Festspielhaus. Auf dem Grünen Hügel von Bayreuth wurde vier Jahre lang an der Fertigstellung des Opernhauses, das ursprünglich auf dem Hochufer der Isar in München errichtet werden sollte, gearbeitet.
Im Frühjahr 1874 wendet sich Wagner, der in den Jahren zuvor bereits Unsummen an Geld erhalten hatte, erneut an den „huldvollen König“, mit der Bitte um Gewährung eines Kredits von 300 000 Mark. Obwohl die Arbeiten an den Schlossprojekten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ins Stocken gerieten, half Ludwig II. noch ein weiteres Mal mit einer Summe von 100 000 Mark aus. Zu den Generalproben des „Ring“ im August 1876 reiste der Monarch des Nachts im Hofzug nach Bayreuth, ließ die Wagen jedoch dreiviertel Stunden vor der Stadt halten, wo ihn der „innig geliebte, einzige Freund“ Wagner mit zitternden Händen empfing. Für eine Eintrittskarte zu den heutigen äußerst beliebten Festspielen in Bayreuth muss man, um einer Aufführung der göttlichen Werke beizuwohnen, eine durchschnittliche Wartezeit von 7 Jahren in Kauf nehmen.

 

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 Peter Gloswasz
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