FÜRST  OTTO  VON  BISMARCK
Fürst Otto von Bismarck
Otto Eduard Leopold von Bismarck wurde in Schönhausen bei Stendal als viertes Kind des Rittmeisters Ferdinand von Bismarck und dessen Frau Luise Wilhelmine – eine Bürgerliche – am 1. April 1815 geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Berlin, studierte Jura an der Universität in Göttingen und Berlin, verließ 1839 die Stelle als Regierungsreferendar in Aachen und widmete sich nach dem Tod der Mutter der Verwaltung der Familiengüter.
Am 28. Juli 1847 vermählte sich Bismarck – der mit Leidenschaft der Jagd fröhnte – mit Johanna von Putkammer. Nach dem Krieg von 1866 wurde Bismarck, der 1865 den Grafentitel verliehen bekam, zum Kanzler des Norddeutschen Bundes und 1871 zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Bis zum Jahre 1890, in welchem er abdankte, – inzwischen war Wilhelm II. Kaiser – überstand er mehrere Attentate auf seine Person. Nach seinem Tode am 30. Juli 1898 auf seinem Gut Friedrichsruh im Sachsenwald wurden bundesweit zahlreiche Denkmäler zu Ehren des Fürsten und Reichskanzlers errichtet. Persönlich begegnete Ludwig II. dem Reichsfürsten im Jahre 1863 bei einer Festtafel in München, der ein langjähriger Briefwechsel folgte. Am 1. September 1880 beispielsweise schrieb der König an Otto von Bismarck, der auch zu Graf von Holnstein ein inniges Verhältnis hatte, folgendes: „Bei den innigen Beziehungen, in welchen Sie als der ruhmreiche große Kanzler zu mir stehen, war es für mich von besonderem Interesse zu vernehmen, daß schon meine Vorfahren Anlaß hatten, Ihre Familie hochzuschätzen und auszuzeichnen.“

 

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