COSIMA WAGNER, GESCH. VON BÜLOW
Cosima von Bülow
Cosima Francesca Gaetana wurde am 24. Dezember 1837 in Bellagio/Como, als Tochter des Komponisten Franz Liszt und der Gräfin Marie d´Agoult unehelich geboren. Der wechselvollen Kindheit folgte eine gründliche pianistische Ausbildung, da Cosima den Wunsch hegte Berufsmusikerin zu werden. Sie wurde Schülerin des begabten Dirigenten Hans von Bülow, dem sie 1857 das Ja-Wort gab. Daniela, die erste Tochter aus dieser Verbindung, kam 1860 zur Welt, während Blandine drei Jahre später geboren wurde.
Im November 1863 begann sie ein zunächst heimliches Verhältnis mit dem Tonkomponisten Richard Wagner, von dem selbst der „beste Freund“ König Ludwig II. nichts erfahren sollte. 1865 wurde Wagners Tochter Isolde, 1867 Eva und weitere zwei Jahre Sohn Siegfried geboren. Nach der Scheidung von Bülow 1869 heirateten Cosima und Richard am Geburtstag des Königs im Jahre 1870 und siedeln wenig später vom schweizerischen Tribschen in die Villa Wahnfried nach Bayreuth über, wo Wagner sich intensiv der Vollendung seiner Werke und dem Bau des Festspielhauses widmet. Bereits seit 1869 führte Cosima über ihr Leben mit dem Genie Richard Wagner Tagebuch, welches erst ein Jahrhundert später erscheinen sollte. Nach Wagners Tod 1883 übernahm Cosima die Leitung der Bayreuther Festspiele bis 1906, bevor sie diese an ihren Sohn Siegfried abgab. Sie führte diese Aufgabe mit der für sie charakteristischen Energie und ihrer Hingabe zu Wagner's Werken durch. Nur wenige Monate vor dem Tod ihres Sohnes stirbt sie am 1. April 1930 in Bayreuth.

 

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