FREIHERR  HANS  VON  BÜLOW
Freiherr Hans von Bülow
Am 8. Januar 1830 erblickte Hans Guido Freiherr von Bülow in Dresden das Licht der Welt. Bereits im Alter von 12 Jahren wohnte er einer Aufführung des „Rienzi“ bei, die ihn derart beeindruckte, dass er sich fortan der Musik widmete und seine pianistische Begabung auszubauen versuchte. Zwar studierte er in Leipzig und Berlin Rechtswissenschaften, um Jurist zu werden, doch als er bei Franz Liszt, dem brillianten Virtuosen, Schüler wurde, war klar, welchen Weg er in Zukunft einschlagen würde.
Die Ausbildung zum Dirigenten erhielt er von Richard Wagner, der ihm auch eine Stelle als Hofkapellmeister und als Vorspieler bei König Ludwig II. verschaffte. Franz von Liszts Tochter Cosima, die er 1857 heiratete, hatte sich bereits 1863 Richard Wagner zugewandt. Trotz dieser Verbindung seiner Frau, hielt er Wagner bis 1868 die Treue, trennte sich ein Jahr später von Cosima und seinen beiden Töchtern Daniela und Blandine, und arbeitete zwei Jahre in Florenz, bevor er eine Stelle als Hofkapellmeister in Hannover antrat und ab 1880 das Amt des Hofmusikintendanten in Meiningen für fünf Jahre bekleidete. Der hervorragende Pianist und Dirigent Bülow war außerdem ab 1886 Dirigent der Berliner Philharmoniker und gleichzeitig als Komponist tätig. Im Jahre 1893 verließ Hans von Bülow Hamburg, um sich aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes nach Ägypten zu begeben, wo er am 12. Februar 1894 verstarb. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg wurde der Dirigent, der seine zweite Frau Marie Schanzer zurückließ, beigesetzt.

 

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