Eine Zeit lang hatte er den Posten eines Bezirksamts-Assessors in Brückenau inne, trat danach jedoch seinen
Dienst als Collegial-Assessor im Handelsministerium an. Darauf folgte ein erneuter Wechsel zum Ministeriums des
Äußern sowie eine Beförderung zum Legationsrat und schließlich zum geheimen Legations-Rat. Auf Vorschlag des
Ministers von Pfretschner bekleidete er ab 1880 den Posten des bayerischen Staatsministers des Äußern. Der
„Fangkommission“, die zur Entmündigung des Königs in Neuschwanstein einzudringen versuchte, gehörte ebenso
Crailsheim an, der die Leitung derselben übernommen hatte. Nachdem der zweite Versuch, den König unter ärztliche
Aufsicht zu stellen, geglückt war und Ludwig II. wenig später den Tod fand, wurde Crailsheim intimer Berater
des Reichsverwesers
Prinz Luitpold. Als Minister
von Lutz 1890 starb, übernahm er dessen Stelle als Vorsitzender
des Ministerrates, trat jedoch 13 Jahre später wegen Auseinandersetzungen mit den Ultramontanen zurück. Am 13.
Februar 1926 verstarb Freiherr von Crailsheim, der ab 1895 ebenfalls das Amt eines Reichsrates der Krone
bekleidete, in München.