FREIHERR  KRAFFT  VON  CRAILSHEIM
Freiherr von Crailsheim
Als einziger Sohn des Chevauxleger-Oberstleutnants Richard von Crailsheim und dessen Gemahlin, einer Edlen von Zumpf, kam Krafft Friedrich August Ernst Gustav Christoph Freiherr von Crailsheim am 15. März 1841 zur Welt. Im Alter von 39 Jahren wurde Crailsheim, nach seinem Jura-Studium an den Universitäten in Erlangen und Leipzig, zu höchsten Staatswürden berufen.
Eine Zeit lang hatte er den Posten eines Bezirksamts-Assessors in Brückenau inne, trat danach jedoch seinen Dienst als Collegial-Assessor im Handelsministerium an. Darauf folgte ein erneuter Wechsel zum Ministeriums des Äußern sowie eine Beförderung zum Legationsrat und schließlich zum geheimen Legations-Rat. Auf Vorschlag des Ministers von Pfretschner bekleidete er ab 1880 den Posten des bayerischen Staatsministers des Äußern. Der „Fangkommission“, die zur Entmündigung des Königs in Neuschwanstein einzudringen versuchte, gehörte ebenso Crailsheim an, der die Leitung derselben übernommen hatte. Nachdem der zweite Versuch, den König unter ärztliche Aufsicht zu stellen, geglückt war und Ludwig II. wenig später den Tod fand, wurde Crailsheim intimer Berater des Reichsverwesers Prinz Luitpold. Als Minister von Lutz 1890 starb, übernahm er dessen Stelle als Vorsitzender des Ministerrates, trat jedoch 13 Jahre später wegen Auseinandersetzungen mit den Ultramontanen zurück. Am 13. Februar 1926 verstarb Freiherr von Crailsheim, der ab 1895 ebenfalls das Amt eines Reichsrates der Krone bekleidete, in München.

 

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