CUVILLIESTHEATER
Cuvilliestheater 1907, Künstlerpostkarte von Ottmar Zieher
Nach dem Entwurf des Architekten Francois Cuvilliés d.Ä. wurde das „schönste Rokokotheater der Welt“ zwischen 1751 und 1753 in der Residenz München erbaut. Das ab 1795 der Öffentlichkeit zugängliche Theater wurde für Ludwig II. eine Art fürstliches Privattheater, in welchem insgesamt 209 Separatvorstellungen stattfanden. Von der reich geschmückten Fürstenloge aus beobachtete der König im menschenleer scheinenden Theater das Geschehen auf der Bühne, vornehmlich
Wagner-Opern und Stücke aus der Geschichte Frankreichs, und erklärte dem Intendanten Ernst von Possart: „Ich kann keine Illusion im Theater haben, solange die Leute mich unausgesetzt anstarren und mit ihren Operngläsern jede meiner Mienen verfolgen. Ich will selbst schauen, aber kein Schauobjekt für die Menge sein.“ Heute wird das Residenztheater, das nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg originalgetreu wieder errichtet wurde, für besondere Veranstaltungen genutzt und kann besichtigt werden.

 

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