Aus Furcht, ihr Mann könne bei diesem „Zweikampf“ das Leben verlieren, eilte die Gräfin in die Münchner
Residenz, wo König Ludwig II. weilte, der prompt reagierte, das Duell verbot, ihn kurzerhand seiner Stellung
enthob und ihn zu seinem Flügeladjutanten ernannte. Fortan war Dürckheim einer der engsten Vertrauten des Königs
und blieb bis zum bitteren Ende bei ihm. Am Morgen des 11. Juni 1886, zwei Tage vor dem tragischen Tod
Ludwigs II., fuhr Graf Dürckheim schließlich, auf mehrmaligen Befehl des Kriegsministers, von
Neuschwanstein
nach München zurück und wurde am Bahnhof verhaftet. Die gegen ihn eröffnete Untersuchung wegen Hoch- und
Landesverrats wurde vier Wochen später eingestellt und der Ex-Adjutant nach Metz versetzt. Seine militärische
Laufbahn erlitt durch diesen Vorfall jedoch weiter keine Einbußen und so stieg er mit der Zeit zum Kommandierenden
General des II. bayerischen Korps in Regensburg auf. Im Jahre 1912 starb Graf Dürckheim und bekam seine letzte
Ruhestätte in der Familiengrablege des Klosters zu Steingaden.