GRAF  DÜRCKHEIM-MONTMARTIN
Wappen der Grafen Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin
Wappen der Reichsgrafen
Alfred Karl Nikolaus Alexander Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin, so der vollständige Name, wurde am 21. Juli 1850 in Steingaden geboren. Im Alter von 20 Jahren bewarb er sich im Infanterie-Leibregiment und wurde später Adjutant des Prinzen Arnulf. 1880 vermählte sich der Graf mit der russischen Gräfin Bobrinsky, einer anmutigen, lebhaften Frau. Als der Prinz jedoch anfing, die Gräfin zu umwerben, forderte ihn Dürckheim zum Duell.
Aus Furcht, ihr Mann könne bei diesem „Zweikampf“ das Leben verlieren, eilte die Gräfin in die Münchner Residenz, wo König Ludwig II. weilte, der prompt reagierte, das Duell verbot, ihn kurzerhand seiner Stellung enthob und ihn zu seinem Flügeladjutanten ernannte. Fortan war Dürckheim einer der engsten Vertrauten des Königs und blieb bis zum bitteren Ende bei ihm. Am Morgen des 11. Juni 1886, zwei Tage vor dem tragischen Tod Ludwigs II., fuhr Graf Dürckheim schließlich, auf mehrmaligen Befehl des Kriegsministers, von Neuschwanstein nach München zurück und wurde am Bahnhof verhaftet. Die gegen ihn eröffnete Untersuchung wegen Hoch- und Landesverrats wurde vier Wochen später eingestellt und der Ex-Adjutant nach Metz versetzt. Seine militärische Laufbahn erlitt durch diesen Vorfall jedoch weiter keine Einbußen und so stieg er mit der Zeit zum Kommandierenden General des II. bayerischen Korps in Regensburg auf. Im Jahre 1912 starb Graf Dürckheim und bekam seine letzte Ruhestätte in der Familiengrablege des Klosters zu Steingaden.

 

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