Nach der Errichtung der
Burg Falkenstein 1270 als eine Art Machtsymbol gelang es ihm, durch
den Bau des Festungsensembles Ehrenberg die Grenzen nach Norden zu sichern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde
die Burg immer wieder erweitert und widerstand, mehr oder minder in Mitleidenschaft gezogen, zahlreichen
Angriffen, bis sie ab 1782 schlussendlich dem Verfall preisgegeben war. Nicht allein aufgrund der
geographischen Nähe zu
Hohenschwangau dürfte Ludwig II. der Burg Besuche abgestattet haben –
auf seinem Weg nach Lermoos, ins Lechtal sowie zum
Fernstein kam er dort vorbei – auch die Verbindung des Bauherrn zum
letzten Stauferkönig war ihm bekannt; ließ doch sein Vater
Maximilian II. das Hohenstaufenzimmer im wiederhergestellten Schlosse
Hohenschwangau mit Wandgemälden berühmter Staufer, darunter Konradin V., schmücken. Auch die anderen Bauten
des Grafen Meinhard II. von Tirol – Falkenstein und Fernstein – waren dem König nicht unbekannt, besuchte er
diese Stätten doch des öfteren. In einem Brief vom 29. August 1859 an
Sibylla Meilhaus erwähnte Ludwig u.a.:
„...Außerdem bekam ich viele hübsche Sachen: Bilder aus der Allerheiligenkirche, ein Bild, den Abschied des
Schwanenritters darstellend – nach einem Gemälde in Hohenschwangau –, die Ruine Ehrenberg in Holz geschnitzt,
Westenknöpfe von lapis lazuli...“