BURGRUINE  EHRENBERG
Burgruine Ehrenberg bei Reutte im Ausserfern
Die Burgruine Ehrenberg im Außerfern – nahe dem tirolerischen Ort Reutte gelegen – wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Graf Meinhard II. von Tirol, Stiefvater des letzten Stauferkönigs Konradin V., der 16jährig in Neapel enthauptet wurde, erhob auf das mächtige Staufererbe Ansprüche, die ihm jedoch nicht erfüllt wurden.
Nach der Errichtung der Burg Falkenstein 1270 als eine Art Machtsymbol gelang es ihm, durch den Bau des Festungsensembles Ehrenberg die Grenzen nach Norden zu sichern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer wieder erweitert und widerstand, mehr oder minder in Mitleidenschaft gezogen, zahlreichen Angriffen, bis sie ab 1782 schlussendlich dem Verfall preisgegeben war. Nicht allein aufgrund der geographischen Nähe zu Hohenschwangau dürfte Ludwig II. der Burg Besuche abgestattet haben – auf seinem Weg nach Lermoos, ins Lechtal sowie zum Fernstein kam er dort vorbei – auch die Verbindung des Bauherrn zum letzten Stauferkönig war ihm bekannt; ließ doch sein Vater Maximilian II. das Hohenstaufenzimmer im wiederhergestellten Schlosse Hohenschwangau mit Wandgemälden berühmter Staufer, darunter Konradin V., schmücken. Auch die anderen Bauten des Grafen Meinhard II. von Tirol – Falkenstein und Fernstein – waren dem König nicht unbekannt, besuchte er diese Stätten doch des öfteren. In einem Brief vom 29. August 1859 an Sibylla Meilhaus erwähnte Ludwig u.a.: „...Außerdem bekam ich viele hübsche Sachen: Bilder aus der Allerheiligenkirche, ein Bild, den Abschied des Schwanenritters darstellend – nach einem Gemälde in Hohenschwangau –, die Ruine Ehrenberg in Holz geschnitzt, Westenknöpfe von lapis lazuli...“

 

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