BURGRUINE  EISENBERG
Burgruine Eisenberg im Ostallgäu
Imposant erheben sich die beiden von weithin sichtbaren Burgruinen Eisenberg (14.Jh.) und die benachbarte Burg Hohenfreyberg (15.Jh.) über dem nordöstlich von Pfronten gelegenen Dorfe Zell im Ostallgäu.
Die älteste der beiden Burgen, Eisenberg, wurde um 1315 von Peter von Hohenegg erbaut und diente als Machtdemonstration gegenüber den Grafen von Tirol, welche die hoheneggsche Höhlenburg Loch bei Pinswang gewaltsam erobert hatten und mit der in Sichtweite gelegenen Burg Falkenstein ihre Machtstellung eindrucksvoll demonstrierten. – Der Chronik des Gockelwirts im unweit gelegenen Orte Eisenberg ist zu entnehmen, dass sich Ludwig II. als Kronprinz in Begleitung der Königin-Mutter Marie gar häufig unter der gewaltigen 350jährigen Linde vor dem Wirtshaus aufhielt, wobei sein Blick beim Studieren der Landschaft sicher nicht selten bei der gegenüber gelegenen Burg Falkenstein haften blieb. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass der König den beiden gut erhaltenen Burgruinen einen oder mehrere Besuche abstattete. – Nachdem der Gastwirt Max Steinacher dem König einen seltenen von der Familie gefundenen „goldenen römischen Ring mit einem Onyxstein“ zum Geschenk machte, bekam dieser mit 100 Gulden und einem ebenfalls goldenen Ring mit der Inschrift „zum Andenken an König Ludwig II, 1864“ ein kostbares Gegengeschenk, das seitdem von der Familie Steinacher liebevoll aufbewahrt wird.

 

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