Von allen, allen Menschen, die ich kenne,
Hat keiner deinen Geist und deinen Werth,
Und wenn ich über Hunderte dir nenne,
Wie "du" hat noch kein Einz´ger sich bewährt.
Die treuen Dienste werd´ ich nie vergessen,
Die du so vielfach mir erwiesen hast.
Und könnt´ ichs je, ich handelte vermessen,
Mein eig´nes Selbst, es würde mir verhaßt.
Wenn auch des zorns Dämonen mich erfassen,
Selbst gegen dich der Ärger mich erfüllt,
Beschwör ich dich, gib niemals Raum dem Hassen,
Den Zorn zu dämpfen bin ich fest gewillt.
Mög nie ein Kummer dir im Herzen nagen,
Mög jede Krankheit dich für immer flieh´n;
Hast je du über Einen Grund zu klagen,
Wird er mein Feind – von dannen muß er zieh´n.
O schwöre, deine Freundschaft mir zu schenken,
In Treue fest zu bleiben bis zum Tod,
Auch ich will dein freundschaftlich stets gedenken,
Ich folge meines Herzens Macht-Gebot.
Mag Alles wanken, dir werd ich vertrauen,
Dir glauben heißt: auf sichren Felsen bauen. –
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