Am Ufer dort, wo leis die Welle schäumt,
Sucht´ einst ein König die verlorne Krone.
Tief war und schwer der Sturz herab vom Throne;
Sein Königstraum für immer ausgeträumt.
Doch königlich hat sich der Stolz gebäumt
Zum letzten Mal im armen Erdensohne.
Das Schlimmste droht: Unwürdigen Lebens Frohne –
Und was ihm ziemt, er tut es ungesäumt:
Frei sterben! – Und mit unbeugsamem Willen
Beugt er das Haupt und taucht es in die Wogen,
Den Durst der Majestät im Tod zu stillen.
Den Schleier drüber hat die Nacht gezogen.
Geheimnisvoll, mit dumpfem Wellenschlage,
An´s Ufer rauscht der see die Totenklage.