Richard Wagners Tod
Robert Dörflinger (o.J.)

Er starb, und seines Genius Schwingen
Verrauschten fern von mir. Wer sagt nun an
Die deutsche Art in grenzenlosem Singen
Wie er, der greise Meister, es getan?

Er starb und seinen königlichen Freund
Mußt er entbehren in der letzten Stunde;
Die Seelen, die hienieden schon vereint
Im Liebesgleichklang zu vertrautem Bunde,

Sind nun getrennt für diese arme Erde.
Ich sende dir den Kranz der Freundestreu.
Mög Gott dir geben, was dein Herz begehrte...
Unsterblichkeit wird uns vereinen neu!


Quelle: Dörflinger, Robert: Ein Königstraum Ludwig II., München, 1954

 

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