Traum eines Königs, hehrer Bau,
Du steingefügtes Wunder -
Wie grüßt du in den Schwanengau
In stolzer Pracht hinunter!
Du birgst, den Bergen zugesellt
Mit Toren, Türmen, Zinnen,
Verschwiegen eine Märchenwelt
In den Gemächern drinnen.
Kein unberufnes Auge schaut
Ins Schloß, es auszuspähen,
Der Himmel nur, der drüber blaut,
Darf sich die Burg besehen.
Der Wolke, die kein Weilen kennt,
Der mags mitunter glücken,
Und auch der Schwalbe ists vergönnt,
Durch Fenster schnell zu blicken.
So steht die Burg, des Königs Braut
Aus Stein, von Licht umwoben,
Den Bergen rings im Rund vertraut,
Auf ihrem Felsen droben.