Und wieder hat die Nacht, die holde,
Die stumm den Sternenmantel trägt,
Das Menschenherz, das still sein wollte,
In Frieden, Schlaf und Traum gelegt, –
Nur an des Schlosses hoher Pforte
Muß ihre Müh vergeblich sein,
Wie sie auch klopft, – mit keinem Worte
Lädt sie der Herr des Hauses ein.
Es strahlt der Bau mit tausend Lichtern
In feenhafter Märchenpracht,
Und nur durchs Fenster schaut ganz schüchtern
Mit Sternenaugen still die Nacht.
Sie sieht den König einsam stehen,
Von Sehnsucht bang umflort den Blick,
Als wär ihm bittres Leid geschehen,
Als schrie sein Herz nach Lieb und Glück.
Da weiß die Nacht – hier wohnt nur wenig
An Glück, doch viel an Leid und Harm,
Und liebeszart nimmt sie den König
Wie eine Mutter in den Arm...