Mir ist, als zög ein Nachen
Ganz Still bei Nacht die Bahn,
Der Vollmond lugt durch Wälder
Und schaut das Bild sich an,
Er sieht den König einsam,
Das Herz von Gram erfüllt,
Er sieht die Träne fallen,
Die aus dem Aug ihm quillt,
Er hört den König flüstern:
„Ein Sprung, dann wärs vorbei,
Tief in des Sees Düstern,
Tief unten bin ich frei!“
Die Tannenwälder rauschen:
„O König, nein, tus nicht!
Es kommt auch wieder besser,
Denk an den Ruf der Pflicht,
Denk an des Volkes Treue,
Das deinem Herzen nah,
Von dem dir soviel Liebes
Und kaum ein Leid geschah...“
Da nähert sich dem Ufer
Der Kahn und knirscht im Sand,
Das Schloß, sein stiller Rufer,
Den König winkt an Land,
Ein Lichtstrahl grüßt aus Fernen,
Ists deiner Hoffnung Licht?
Der König zu den Sternen
Erhebt sein Angesicht...