Glöckchen klingen in die Nacht,
Rösser stürmisch vorwärts drängen.
Schon naht gold`ne Schlittenpracht,
Schnee fällt sanft von Bergeshängen.
Wie Trugbild scheint`s durch Windesweh`n,
dies zauberfunkelnd Lichterheer.
Und hätt` der Tag nicht gern geseh`n
solch königliches Wintermär`?
Ein Reiter furchtsam um sich schaut.
Im Schattenspiel, das alles wirrt,
ihm wohl vor düstrem Abgrund graut,
bis Fackelschein ins Dunkel irrt .
Der König , schön, in prächt`gem Gewand,
mit blasser Haut, wie Lilien weiß.
Ein Buch hält er in seiner Hand,
im Auge glimmt ein Feuer heiß.
Wer bist du, König? - Lohengrin,
der seinen Narren hat getauscht,
das Schimmel eilig fort dich zieh`n
in`s Gralsland, wo Vergessen rauscht?