Hirt + König
Josef Erhardt (1913)

Am Schach´n kam der Köni´
Mal an sein Namenstag
Zu den Hirt´n in die Hüttn
die ober´m See dort lag.

Mit Müh´kam er in d´Hüttn,
Weg´n seiner Größ´und Huat
Er mußte sich tief bücken,
kam freundlich an und guat.

Dös ischt ja gar der Köni´,
denkt sich der alte Wirt,
hat seinen Huat abgnomma
und hat ihm gratuliert.

I wünsch´Glück, Herr Köni,
zu Enkern Namenstag.
Und i ou, schreit der Hirtabua
der drin im Buga lag.

Der Köni´war voll Freude
auf diesen Ehrenbrauch,
gab jed´m a Zwanzgmarkstück,
verließ die Hüttn drauf.

Und von seinem Schlosse
schickt er zwei Flaschen Wein
soll´ns trinken ihm zu Ehren
soll noch zum Danke sein.


Quelle: Wirtshaus am Schachen, 2003

 

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