Wenige Tage nach meinem Vortrag über Ludwig II. am 10. Juni 2005 im Hotel Hirsch in Füssen habe ich mir die
Aufführung des neuen Musicals
Ludwig² im Festspielhaus Neuschwanstein angesehen.
Nun, das Musical ist vor allem auch als ehrenvolles G e s c h e n k zum 160. Geburtstag (25. August) des
großen T h e a t e r k ö n i g s Ludwig II., als auch für seine vielen w a h r e n F r e u n d e in
aller Welt zu sehen.
Den Machern ist es gelungen, mit fantasiereichen, farbenfrohen Bühnenbildern und Kostümen, mit einer
einschmeichelnden Musik, in 2 Akten mit insgesamt 26 Szenen, den Märchenkönig oder besser: Friedenskönig
auf modernster Drehbühne in Füssen nun selbst und seine Träume und Enttäuschungen, sein Leiden an einer
arroganten, bürokratischen Umwelt und einem gewaltbereiten, machtbesessenen Zeitalter, welches sich bis
heute überhaupt nicht verändert hat, anschaulich zu machen.
Für mich sehr bewegend, fast herzzerreißend: der 1. Akt, 5. bis 6. Szene. Hier wurde die Begeisterung des
jungen Prinzen Ludwig für das W e r k Richard Wagners und Ludwigs Verehrung seines liebevollen Kindermädchens
sehr anschaulich herausgearbeitet.
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Besonders grausam dagegen, aber sehr überzeugend und einfallsreich dargestellt: die Kriegsszene mit dem
Totentanz der übergroßen Skelette auf dem Schlachtfeld, das Ludwigs Bruder, Prinz Otto, gesundheitlich zum
Verhängnis wird.
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Das gesamte Musical zeichnet sich durch historische Wahrheiten aus. Und diese machen das Bühnenwerk so
wertvoll. Vor allem wird auch in der Schlußszene angedeutet, daß Ludwig II. einem Verbrechen zum Opfer fiel.
Es fallen zwei Schüsse.
König Ludwig II. wurde am 13. Juni 1886 am Starnberger See ermordet.
Die Königstragödie wird in diesem neuen Musical hervorragend dargestellt. Ludwig² wird wohl kaum einen
unverbildeten Zuschauer unberührt lassen; er wird dem König wohl jenes Verständnis und Mitgefühl entgegenbringen,
das seine Zeitgenossen ihm schuldig blieben.
Gratulation also den Machern von Ludwig²; sie tragen mit dem neuen Musical wesentlich zur Restaurierung des
Bildes eines wahrhaft großen und wirklichen Monarchen seines Jahrhunderts bei.
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König Ludwig, hör uns schwören: Du lebst weiter in uns allen.
Deine Feinde, sie sollen’s hören.
Ihr feiges Tun umsonst!
Unser König, er lebt, und er führt uns die Hand.
Wir bewahren dem König die Treue ...