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Am Samstag, den 19. Juni 1886, nahm das bayerische Volk schmerzlichen
Abschied von König Ludwig II. und begleitete den Leichenzug von der
Residenz zur St.-Michaels-Kirche in der Neuhauser Straße in München, wo die feierliche Beisetzung des
Allerhöchsten Leichnams stattfand.
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Als der Sarg in die düstere Gruft unter dem Chor gebracht wurde, und heute jedem Besucher aufgrund seines
prächtigen Aussehens und den sich davor befindlichen Kränzen, Blumen und Gestecken auf Anhieb ins Auge fällt,
fuhr ein Blitz auf die Kirche herab, dem grollender furchterregender Donner folgte (ein Zeichen des Himmels).
Eine Reihe von Zeitzeugen, die den zuvor in der Residenzkapelle aufgebahrten König ein letztes Mal zu Gesicht
bekam, glaubte, eine Wachspuppe an Stelle des Königs im Sarg gesehen zu haben. Die schaurigen Gugelmänner,
seit jeher Symbole des Todes und der Ermahnung der Lebenden, untersuchten 1999 die Sargunterseite und
vermuten nun, dass der Leichnam Ludwig II. heimlich entfernt und im Kloster Andechs eingemauert wurde, um die
wahre Todesursache, die bis heute nicht geklärt ist, zu vertuschen. Allein eine Sargöffnung bzw. eine
röntgenologische Untersuchung des beschädigten Sarkophags könnte beweisen, wie der Monarch ums Leben kam.
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