In den darauffolgenden Jahren begleitete er den König häufig in der Position eines Marstall-Offizianten und
wurde, als Stallmeister
Hornig 1885 in Ungnade fiel, dessen Nachfolger. Insbesondere in den Monaten vor der
„Königskatastrophe“ genoss Hesselschwerdt das uneingeschränkte Vertrauen seines Königs und wurde mit derlei
Geldbeschaffungsaufträgen zur Finanzierung der Schlösser belehnt. Als Kutscher
Osterholzer dem König am 11.
Juni 1886 empfiehlt, zu fliehen, antwortet derselbe: „
Fliehen? Weshalb? Wenn eine wirkliche Gefahr vorhanden
wäre, würde mir Karl schon geschrieben haben.“ Er ahnte nicht, dass Hesselschwerdt einer der Hauptbelastungszeugen
war, aufgrund dessen Aussagen
Dr. von Gudden das Gutachten über den Gesundheitszustand Ludwigs II. erstellte.
Am 16. April 1887 wurde Hesselschwerdt aufgrund seiner Verdienste von
Prinzregent Luitpold zum kgl. Bereiter
befördert. Nach einem langen schweren Leiden verstarb der ehemalige Günstling des Königs am 21. Januar des
Jahres 1902 und wurde im alten nördlichen Friedhof zu München beigesetzt.