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FÜRST ZU HOHENLOHE-SCHILLINGSFÜRST
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Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Sohn des Fürsten Franz von H.-S. und seiner Frau Constanze, wurde
am 31. März 1819 in Rotenburg an der Fulda geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften trat er, dessen
jüngerer Bruder Adolf Kardinal werden sollte, in den preußischen Verwaltungsdienst ein, gab dies jedoch 1846 auf
und heiratete ein Jahr später Marie Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein.
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Nach dem Sieg Preußens über Österreich berief Ludwig II. Hohenlohe am 31.12.1866 zum bayerischen
Ministerpräsidenten und Außenminister, der jedoch mit seinem Streben nach einem preußisch-deutschen Bundesstaat
die Souveränität des Königs in Frage stellte. Nach einem Mißtrauensvotum beider Kammern des bayerischen Landtags
genehmigte Ludwig II. nach einigem Schwanken am 8. März 1870 das Entlassungsgesuch Hohenlohes. Als deutscher
Botschafter in Frankreich, der er 1874 wurde, begrüßte er noch im selben Jahre den König, der als erster deutscher
Fürst anreiste, am Ostbahnhof in Paris. 1880 wurde Hohenlohe kurzzeitig Staatsekretär im Auswärtigen Amt und im
Jahre 1885 Statthalter in Elsaß-Lothringen. 1894 schließlich wurde Fürst Hohenlohe für die Dauer von sechs Jahren
zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten ernannt, trat jedoch am 17. Oktober 1900 von selbigem Amt
zurück. Knapp neun Monate später, am 6. Juli 1901 starb Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst in Ragaz.
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