GRAF  VON  HOLNSTEIN  AUS  BAYERN
Graf von Holnstein, Aufnahme 1890, Quelle: Martin Irl, Holnstein-Archiv
Maximilian Karl Theodor Graf von Holnstein aus Bayern, so der gebürtige Name, entstammte dem Hause Wittelsbach. Der reiche Majoratsherr, erbliche Reichsrat etc., geboren am 19. Oktober 1835, wurde 1866 von König Ludwig II., dessen Spielgefährte er bereits in Jugendjahren war, als Überlebender eines Ehrenduells von der Festungshaft begnadigt und zum Kgl. Bayer. Oberststallmeister ernannt.
(Foto / Hinweise sind Hr. Irl, Holnstein-Archiv, zu verdanken.)
Mit Maximiliane Freiin von Gumppenberg-Pöttmes (1850-1937), die er am 18. Mai 1867 ehelichte, hatte er vier Kinder – Ludwig Karl, Karoline Adolfine, Karl Theodor und Adolf Karl. Jahrelang erfreute sich die „Pferde-Exzellenz“, wie er häufig genannt wurde, größter Beliebtheit bei Seiner Majestät, der ihn als „treuen anhänglichen“ Grafen bezeichnete. So fungierte er beispielsweise im Vorfeld der Reichsgründung 1871 als Mittelsmann zwischen seinem königlichen Herrn und Fürst Bismarck und erhielt für seine Tätigkeit als Überbringer der Welfenfonds-Millionen an den König 10 % Provision. An der Entmündigung Ludwigs II. hatte Holnstein, der 1883 in Ungnade gefallen war, wesentlichen Anteil und wurde zum Vormund des Königs bestimmt. "Wenn ich dem König schade, will ich erblinden", soll der Graf einmal gesagt haben. Nach des Königs unverhofftem Ableben blieb er bis 1893 Oberststallmeister bei Prinzregent Luitpold. Am 1. Februar 1895 starb Graf von Holnstein völlig erblindet auf seinem Landschloss Schwarzenfeld. Im 1882-1884 in seinem Auftrag erbauten Mausoleum auf dem örtlichen Friedhof hat der Graf seine letzte Ruhestätte gefunden.

 

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