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Das Licht der Welt erblickte Richard Hornig als Sohn Ehrenfried Hornigs, Stallmeister bei den Grafen von Hahn,
im Jahre 1841 im mecklenburgischen Basedow. 18jährig begann er seine berufliche Laufbahn im Militär und wurde
staatlich geprüfter Offizier der Artillerie. 1862 beschloss er jedoch in den bayerischen Hofmarstalldienst
einzutreten – sein Vater Ehrenfried bekleidete bereits den Posten eines königlichen Stallmeisters.
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Im November 1866, Ludwig II. befand sich gerade auf seiner Frankenreise, wurde der kgl. Bereiterscholar durch
allerhöchste Entschließung zum kgl. Bereiter ernannt und war fortan ständiger Begleiter des Königs auf dessen
Fahrten und Ritten. Im November 1871 fiel Hornig zeitweilig in Ungnade, der jedoch eine rasche Versöhnung folgte.
Als Zeichen der Freundschaft erhielt Hornig eine Villa in Allmannshausen am Starnberger See, wo Ludwig zuweilen
mit ihm Kaffee trank, und wurde im Januar 1873 zum kgl. Stallmeister extra statum befördert. Ludwig II. notierte
am 12.11.1880 in seinem Tagebuch: „Ich habe immer sagen hören, daß zwischen einem Fürsten und einem Untergebenen
keine Freundschaft möglich ist. Wir wollen beweisen.“ In Herrenchiemsee kam es 1883 zu einer Szene, in der Hornig
den König zu hindern versuchte, eine Statue, die in Gips statt in Marmor ausgeführt wurde, mit seinem Schirm
zu zertrümmern. Schlussendlich fiel Stallmeister Hornig 1885, nach zwanzigjähriger Tätigkeit bei Seiner Majestät,
in Ungnade. Am 2. August 1911 starb Hornig in Rohrenfeld und wurde im alten Münchner Südfriedhof begraben.
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