HUNDINGHÜTTE
historische Ansicht der Hundinghütte im Ammerwald
Unterhalb der Kreuzspitze, nahe der österreichischen Grenze im Ammerwald, ließ Ludwig II. im Jahre 1876 die „Hunding´s Hütte“ errichten. Dem ersten Akt der Oper „Walküre“ von Wagner nachempfunden, wurden mächtige Rundbalken um einen Baumstamm herumgebaut.
Wie es im Inneren der Hütte aussah, weiß der ehemalige Hofkoch Theodor Hierneis zu berichten: „In der Hundinghütte wieder mit der mächtigen Weltesche, die das Dach durchbricht und in der Notung, Sigmunds Schwert, steckt, wo brennende Holzscheite im offenen Kamin flackern und Bärenfelle den Steinboden bedecken, speist der König am einfachen Holztisch.“ Nachdem die Hütte 1884 einem Brand zum Opfer fiel und auf Wunsch des Königs unverzüglich wieder aufgebaut wurde, brannte sie 1945 erneut ab. 1989/90 erfolgte der Wiederaufbau der Hundinghütte nach originalen Bauplänen am östlichen Rand des Schlossparks von Linderhof, am Originalstandort jedoch erinnern nur noch die Grundmauern, der ausgetrocknete kleine künstliche See und einzelne Überreste an das einstige Bauwerk Seiner Majestät.

 

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