Sowohl die Gemeinde-Kollegien und viele beurlaubte Soldaten, als auch Beamte und barmherzige Schwestern wurden
von Seiner Majestät empfangen. Andere wiederum, wie beispielsweise der Brandinspektor Martin und der königliche
Bezirks-Amtmann von Parzefal erhielten Ordens-Dekorationen. Obwohl Ludwig II. wegen „plötzlich eingetretenen
Unwohlseins“ das Zimmer hätte hüten sollen, begab er sich, in Begleitung des Generalstabs-Hauptmanns von Freyberg,
am darauffolgenden Tage zu den unweit gelegenen Schlachtfeldern und legte an den Gräbern Blumen nieder. Zwei Tage
nach seiner Ankunft in Kissingen verließ der König bereits am 20. November 1866 die Stadt und begab sich mittels
Kalesche über Hammelburg nach Gmünden, wo er in den Hofzug stieg und mit diesem nach
Aschaffenburg reiste; jedoch
nicht, bevor er der Stadt Kissingen ein Geschenk von 2000 Gulden darbrachte. Zwei Jahre später stattete Ludwig II.
in Begleitung seines Bruders
Otto dem Badeort erneut einen Besuch ab, um das österreichische Kaiser- und das
württembergische Königspaar zu begrüßen.