BAD  KISSINGEN
Bad Kissingen - Fürstentreffen
Seine Majestät der König, der sich auf seiner Frankenreise befand, um seine Verbundenheit mit den vom Krieg heimgesuchten Provinzen zu zeigen, traf nach einem kurzen Aufenthalt in Schweinfurt in der erst 1883 zum Kurort ernannten Stadt Kissingen am 18. November 1866 nachmittags um 1 Uhr ein.
Sowohl die Gemeinde-Kollegien und viele beurlaubte Soldaten, als auch Beamte und barmherzige Schwestern wurden von Seiner Majestät empfangen. Andere wiederum, wie beispielsweise der Brandinspektor Martin und der königliche Bezirks-Amtmann von Parzefal erhielten Ordens-Dekorationen. Obwohl Ludwig II. wegen „plötzlich eingetretenen Unwohlseins“ das Zimmer hätte hüten sollen, begab er sich, in Begleitung des Generalstabs-Hauptmanns von Freyberg, am darauffolgenden Tage zu den unweit gelegenen Schlachtfeldern und legte an den Gräbern Blumen nieder. Zwei Tage nach seiner Ankunft in Kissingen verließ der König bereits am 20. November 1866 die Stadt und begab sich mittels Kalesche über Hammelburg nach Gmünden, wo er in den Hofzug stieg und mit diesem nach Aschaffenburg reiste; jedoch nicht, bevor er der Stadt Kissingen ein Geschenk von 2000 Gulden darbrachte. Zwei Jahre später stattete Ludwig II. in Begleitung seines Bruders Otto dem Badeort erneut einen Besuch ab, um das österreichische Kaiser- und das württembergische Königspaar zu begrüßen.

 

 Ludwig II.-Forschung
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 Peter Gloswasz
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