LEBENSWEISE  LUDWIGS  II.

nächtliche Schlittenfahrt Ludwig II. im Graswangtal

"Ein ewig Räthsel bleiben will ich mir und anderen" - dieser Ausspruch Ludwig II. in einem Brief an die Schauspielerin Marie Dahn-Hausmann trifft auf sein außergewöhnliches Leben zu.
Seine Angehörigen wie sein Volk und vor allem seine Minister verkannten ihn, konnten seine schwärmerische Vorliebe für das Alpenland, sein ungewöhnliches Interesse für französische Literatur und die Begeisterung für Tonkompositionen Wagners nicht begreifen. Dabei war Ludwig nicht nur ein romantisch veranlagter Fürst, der seine Träume zu verwirklichen wusste, sondern ebenso ein intellektueller belesener Mann, der sich doch der Vorzüge des ihm so sehr verhassten Zeitalters bediente, ihr zuweilen sogar weit voraus war. Die u.a. im äußerst zweifelhaften ärztlichen Gutachten aufgeführten "Absonderlichkeiten", "Wahnvorstellungen", "Seelengestörtheit" und "homoerotischen Neigungen", über deren Wahrheit fortwährend ohne Resultate spekuliert wird, wurden der friedliebenden Majestät schließlich 1886 zur Last gelegt. Wie klar Ludwig, der durchaus seine Eigenheiten hatte, jedoch bei Verstande war, belegen seine Worte: " ... Es wird oft hämisch angedeutet oder sogar offen erklärt, ich sei ein Narr. Vielleicht bin ich es, aber ich zweifle daran..." Eines jedoch ist gewiss: Ludwig II. war ein liebenswürdiger König!

 

 Ludwig II.-Forschung
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 Peter Gloswasz
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