KÖNIG  LUDWIG  I.
König Ludwig I.
Zu Straßburg am 25. August 1786 geboren, verbrachte Kronprinz Ludwig seine Jugendjahre teils in Mannheim, teils in Schwetzingen, wo sein Vater König Max I. Joseph gern verweilte. Mit 29 Jahren bestieg er den bayerischen Thron und widmete sich fortan Kunst und Kultur. Er ließ antike Tempel bauen, prachtvolle Kirchen errichten und Straße um Straße sich erheben, um so München zu verschönern. Doch auch die Bereiche der Malerei, Literatur und Wissenschaft wurden von ihm ausgiebigst gefördert.
Am 10. Oktober 1810 vermählte sich Ludwig I. mit Therese von Sachsen-Hildburghausen, mit der er neun Kinder hatte. Die in der Verfassung zugrundegelegte politische Macht übte Ludwig I. sehr gewissenhaft aus und betonte: „Ich brauche keine Minister. Ich bin mein Minister. Die Minister sind meine Schreiber.“ Bekanntheit erlangte der Regent Bayerns jedoch nicht nur durch seine der Nachwelt erhalten gebliebenen Bauten wie der Feldherrnhalle, dem Nationaltheater, der Walhalla bei Regensburg oder der Befreiungshalle bei Kelheim, sondern durch seine Affäre mit der 28jährigen Tänzerin Lola Montez. Durch die revolutionären Umtriebe in Europa, die in Frankreich zur Errichtung der Republik führten, spitzte sich Anfang 1848 auch in Bayern die Lage dramatisch zu. Am 29. März desselben Jahres verzichtete Ludwig I. zu Gunsten seines erstgeborenen Sohnes Maximilian nach 22jähriger Regentschaft auf den Thron. Mit knapp 82 Jahren verstarb König Ludwig I. am 29. Februar 1868 in Nizza und wurde in der Basilika St. Bonifaz in München beigesetzt.

 

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 Peter Gloswasz
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