Am 10. Oktober 1810 vermählte sich Ludwig I. mit Therese von Sachsen-Hildburghausen, mit der er neun Kinder
hatte. Die in der Verfassung zugrundegelegte politische Macht übte Ludwig I. sehr gewissenhaft aus und betonte:
„
Ich brauche keine Minister. Ich bin mein Minister. Die Minister sind meine Schreiber.“ Bekanntheit erlangte
der Regent Bayerns jedoch nicht nur durch seine der Nachwelt erhalten gebliebenen Bauten wie der Feldherrnhalle,
dem Nationaltheater, der Walhalla bei Regensburg oder der Befreiungshalle bei Kelheim, sondern durch seine Affäre
mit der 28jährigen Tänzerin Lola Montez. Durch die revolutionären Umtriebe in Europa, die in Frankreich zur
Errichtung der Republik führten, spitzte sich Anfang 1848 auch in Bayern die Lage dramatisch zu. Am 29. März
desselben Jahres verzichtete Ludwig I. zu Gunsten seines erstgeborenen Sohnes
Maximilian nach 22jähriger
Regentschaft auf den Thron. Mit knapp 82 Jahren verstarb König Ludwig I. am 29. Februar 1868 in Nizza und wurde
in der Basilika St. Bonifaz in München beigesetzt.