KÖNIG  LUDWIG  XIV.  VON  FRANKREICH
Ludwig XIV., König von Frankreich
Während des 30jährigen Krieges im 17. Jahrhundert, am 5. September 1638, kam Ludwig XIV. in Saint-Germain-en Laye bei Paris zur Welt. Der Großteil der Menschheit sieht in dem französischen Herrscher, der als Sonnenkönig in die Geschichte einging, nur den kriegeführenden und vergnügungssüchtigen Monarchen, dessen Liebe zu Pracht und Glanz größer als die zu seinem hungernden Volke zu sein schien. Ludwig II. jedoch verehrte diesen absoluten französischen König und schätzte alles, was mit "Louis le Grand" in Verbindung gebracht wurde.
Er unternahm nächtliche Schlittenfahrten, bei denen er sich gelegentlich wie Ludwig XIV. kostümierte, nannte sein barockes Schloss Linderhof „Meicost Ettal“, eine Abwandlung des Wahlspruchs des Sonnenkönigs: „L´etat c´est moi“ („Der Staat bin ich“) und ließ es im Stile des Grand-siécle ausschmücken. Schloss Herrenchiemsee, eine Nachahmung des unter Ludwig XIV. erbauten prächtigen Versailles war ebenso eine Hommage an den „König Sonne“, an welchem Ludwig II. „die Poesie des Königtums“ liebte. Er stützte sich auf die Kraft der Bourbonenlilie, die uns neben zahlreichen Bildnissen des Roi-soleil in seinen Schlössern und Parkanlagen begegnet, studierte überwiegend französische Geschichte und ließ Opern aus der Welt des Ancien régime aufführen. Ludwig II. sprach einst: „Louis Quatorze! Le Roi Soleil! Er ist mein Ideal.“

 

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 Peter Gloswasz
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