1786 waren alle Kreditmöglichkeiten erschöpft und das Volk empört über den ausschweifenden Lebensstil des
Königs und seiner Gemahlin, die ihm zwei Söhne und zwei Töchter gebar. Die Berufung der Generalstände im Jahre
1789 war schließlich der Anlass zu den Ereignissen, die die Französische Revolution auslösten. Nach einem
Fluchtversuch der königlichen Familie nahm Ludwig am 13. September 1791 die Verfassung an und war nunmehr
„König der Franzosen“. Doch dieser Zustand dauerte nicht lange an, denn bereits im Dezember des darauffolgenden
Jahres wurde er wegen Verrates am französischen Volk verurteilt. Am 21. Januar 1793 wurde König Ludwig XVI. durch
die Guillotine in Paris öffentlich enthauptet. Seine Frau Marie Antoinette erlitt dasselbe Schicksal. Die
Verehrung und Verbindung Ludwigs II. zu seinen bourbonischen Idolen
Ludwig XIV.,
Ludwig XV. und Ludwig XVI.
leitet sich aus dem „Tauf-Verwandschaftsverhältnis“ ab; war doch Ludwigs Taufpate sein Großvater Ludwig I., der
wiederum Ludwig XVI. zum Paten hatte.