KÖNIG  LUDWIG  XVI.  VON  FRANKREICH
König Ludwig XVI. von Frankreich
Am 23. August 1754 in Versailles geboren, bestieg der Enkel Ludwigs XV. 1774 den französischen Thron. Vier Jahre zuvor hatte der als unansehnlich geltende Ludwig XVI. Marie Antoinette, Tochter der österreichischen Erzherzogin Maria Theresa, geheiratet. Frankreich war inzwischen hochverschuldet; selbst die Abschaffung einiger Steuern und die Einleitung von Reformen – die der Adel jedoch zu verhindern wusste – trugen nicht zur Stabilisierung der Finanzen bei.
1786 waren alle Kreditmöglichkeiten erschöpft und das Volk empört über den ausschweifenden Lebensstil des Königs und seiner Gemahlin, die ihm zwei Söhne und zwei Töchter gebar. Die Berufung der Generalstände im Jahre 1789 war schließlich der Anlass zu den Ereignissen, die die Französische Revolution auslösten. Nach einem Fluchtversuch der königlichen Familie nahm Ludwig am 13. September 1791 die Verfassung an und war nunmehr „König der Franzosen“. Doch dieser Zustand dauerte nicht lange an, denn bereits im Dezember des darauffolgenden Jahres wurde er wegen Verrates am französischen Volk verurteilt. Am 21. Januar 1793 wurde König Ludwig XVI. durch die Guillotine in Paris öffentlich enthauptet. Seine Frau Marie Antoinette erlitt dasselbe Schicksal. Die Verehrung und Verbindung Ludwigs II. zu seinen bourbonischen Idolen Ludwig XIV., Ludwig XV. und Ludwig XVI. leitet sich aus dem „Tauf-Verwandschaftsverhältnis“ ab; war doch Ludwigs Taufpate sein Großvater Ludwig I., der wiederum Ludwig XVI. zum Paten hatte.

 

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 Peter Gloswasz
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