LUITPOLD,  PRINZREGENT  VON  BAYERN
Prinzregent Luitpold von Bayern
Luitpold Karl Joseph Wilhelm, der dritte Sohn König Ludwigs I., wurde am 12. März 1821 in Würzburg geboren. In seiner Jugend zeichnete er gern, liebte den Aufenthalt in der Natur und in den Bergen, und zeigte sehr früh großes Interesse für die Jagd, der er Zeit seines Lebens mit Leidenschaft fröhnte. 1844 vermählte sich Prinz Luitpold mit Augusta Ferdinande, Erzherzogin von Österreich Prinzessin von Toskana, die ihm vier Kinder schenkte.
In der Regierungszeit seines Neffen Ludwig II. vertrat Luitpold den Monarchen desöfteren bei öffentlichen Anlässen und nahm auch im Hauptquartier Wilhelms I. am Krieg gegen Frankreich 1870/71 teil. Nach der Entmündigung des Königs, welcher der „Prinzrebell“ – wie Ludwig II. ihn bezeichnete – zugestimmt hatte, fungierte er als gesetzlicher Vertreter des ebenfalls regierungsunfähigen Königs Otto I. und leitete als Reichsverweser die Regierungsgeschäfte. Durch seine Geradlienigkeit in politischen Angelegenheiten und sein bürgernahes Auftreten gewann er rasch die Achtung des Volkes, das ihm anfänglich mißtrauisch und voller Argwohn gegenüberstand. Im Laufe seiner Amtszeit entstanden in München u.a. das Prinzregententheater, das Deutsche Museum, das Müller´sche Volksbad sowie die Prinzregentenstrasse mit dem Bayerischen Nationalmuseum. Ebenso förderte er zahlreiche Maler, Bildhauer, Literatur und Musik. Am 12. Dezember 1912 verstarb der inzwischen vom Volk geliebte Luitpold in München und wurde in der Theatinerkirche beigesetzt. Sein Amt gab er an seinen erstgeborenen Sohn, den nachmaligen König Ludwig III., weiter.

 

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