Da Kronprinz Max, nach der Abdankung
Ludwigs I. zum König gekrönt, selten bei seiner Familie verweilen konnte,
unternahm Marie häufig allein mit ihren beiden Söhnen - Prinz
Otto wurde am 27. April 1847 geboren - Bergtouren
und ließ sich für diese „unhöfische“ Sportbetätigung eine Bergsteigertracht anfertigen. Nach 22 Ehejahren verlor
Marie am 10. März 1864 ihren geliebten Mann, der nach kurzer Krankheit aus dem Leben schied und seinem Sohn Ludwig
die Regierung übertrug. Fortan hielt sie sich in ihrem Landhaus in
Elbigenalp auf oder weilte auf Schloss
Hohenschwangau, wo sie häufig ihrem Sohn begegnete. Das letzte Treffen
zwischen Ludwig und seiner Mutter fand
am 15. Oktober 1885 in Schwangau statt, wo der König ihr die fertiggestellten Gemächer seines sich noch im Bau
befindlichen Schlosses
Neuschwanstein zeigte. Am 18. Mai 1889 verstarb Marie auf Hohenschwangau und fand ihre
letzte Ruhestätte an der Seite ihres Gemahls,
König Maximilian II., in der Theatinerkirche zu München.