KÖNIGIN-MUTTER  MARIE  VON  BAYERN
Marie, Königin von Bayern
Ludwigs Mutter Marie Friederike Franziska Hedwig Prinzessin von Preußen, am 15. Oktober 1825 im Berliner Stadtschloss geboren, stammte aus der Dynastie der Hohenzollern. Sie verlebte eine glückliche Jugendzeit und verlobte sich bereits mit 16 Jahren, am 23. Februar 1842, mit dem bayerischen Kronprinzen Maximilian, dem sie acht Monate später in München ihr Ja-Wort gab. Nach einer Fehlgeburt im Jahre 1843 gebar Marie am 25. August 1845 den langersehnten Erbprinz Ludwig, der im Grünen Salon des Schlosses Nymphenburg das Licht erblickte.
Da Kronprinz Max, nach der Abdankung Ludwigs I. zum König gekrönt, selten bei seiner Familie verweilen konnte, unternahm Marie häufig allein mit ihren beiden Söhnen - Prinz Otto wurde am 27. April 1847 geboren - Bergtouren und ließ sich für diese „unhöfische“ Sportbetätigung eine Bergsteigertracht anfertigen. Nach 22 Ehejahren verlor Marie am 10. März 1864 ihren geliebten Mann, der nach kurzer Krankheit aus dem Leben schied und seinem Sohn Ludwig die Regierung übertrug. Fortan hielt sie sich in ihrem Landhaus in Elbigenalp auf oder weilte auf Schloss Hohenschwangau, wo sie häufig ihrem Sohn begegnete. Das letzte Treffen zwischen Ludwig und seiner Mutter fand am 15. Oktober 1885 in Schwangau statt, wo der König ihr die fertiggestellten Gemächer seines sich noch im Bau befindlichen Schlosses Neuschwanstein zeigte. Am 18. Mai 1889 verstarb Marie auf Hohenschwangau und fand ihre letzte Ruhestätte an der Seite ihres Gemahls, König Maximilian II., in der Theatinerkirche zu München.

 

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