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KÖNIGIN MARIE ANTOINETTE VON FRANKREICH
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Als jüngste Tochter von Kaiser Franz I. und dessen Gemahlin Maria Theresia wurde Maria Antonia Josepha von
Habsburg-Lothringen am 2. November 1755 in Wien geboren. In der Schlosskapelle von Versailles wurde Marie
Antoinette am 16. Mai 1770 mit dem nachmaligen französischen
König Ludwig XVI. verheiratet, um das Bündnis
zwischen Frankreich und Österreich zu stärken.
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Marie Antoinette – nach der Regierungsübernahme Ludwigs XVI. im Jahre 1774 Königin von Frankreich – galt zwar
als gebildet und musikalisch, wurde jedoch für ihre Oberflächlichkeit, Verschwendungssucht und Hochmütigkeit
vom Volk gehasst und als „Autrichenne“ ohnehin als Fremde angesehen. Nach acht Jahren Ehe kam das längst erwartete
erste Kind zur Welt, und es sollten noch weitere drei folgen. Nach der Revolution 1789 wurde Frankreich zwei
Jahre später zur konstitutionellen Monarchie, die jedoch 1792 gestürzt wurde und die Inhaftierung der königlichen
Familie zur Folge hatte. Nachdem Ludwig XVI. im Januar 1793 hingerichtet worden war, erwartete Marie Antoinette
am 16. Oktober desselben Jahres das gleiche Schicksal. Würdevoll und mutig war ihr letzter Gang zum Schafott auf
der heutigen Place de la Concorde in Paris. Ludwig II. schrieb an seine einstige
Erzieherin: „ Eine Art von
religiösem Kultus weihe ich dem Andenken dieser schönen, so tief unglücklichen Fürstin, welche aus allen
Schicksalsschlägen geläutert hervorging und wahre Seelengröße zeigte, deren Natur so durch und durch erhaben
und königlich war, auf dem ersten Thron der Christenheit gleich wie im tiefsten Elend.“
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