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SYBILLA VON LEONROD, GEB. MEILHAUS
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Ludwigs erste Erzieherin, Sibylla Meilhaus, welche die ersten sieben Jahre an seiner Seite war, wurde am 20.
August 1814 in kurhessischen Hanau geboren und verlor bereits in Jugendjahren beide Elternteile. Der genaue
Umstand, der sie an den königlichen Hof brachte und sie die Prinzenerziehung übernehmen ließ, ist leider nicht
überliefert, jedoch sehr wohl die Tatsache, dass Ludwig II. ihr zeit seines Lebens überaus dankbar war und sich
stets mit Wonne an die gemeinsam verbrachte Zeit erinnerte.
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Am 1. Mai 1854 wurde die „Millau“, wie Ludwig seine mütterliche Freundin liebevoll nannte, vom Grafen
Theodor de La Rosée abgelöst. Unter der Trennung von Sibylla Meilhaus litt Ludwig sehr, doch bediente er sich
des Briefverkehrs, um mit ihr
in Kontakt zu bleiben. Am 17. August 1860 vermählte sich „Billa“ mit Major August Ludwig Frhr. v. Leonrod, der
als Flügeladjutant des Königs Max II. fungierte. Durch dessen häufige Versetzungen jedoch war sie gezwungen,
ihren Wohnsitz oft zu verlegen, mitunter nach Ansbach, Nürnberg und Augsburg. Doch ganz gleich, wo sie sich
gerade aufhielt, Ludwigs Briefe und zahlreichen Geschenke erreichten sie fortwährend. Er erzählt ihr mit größter
Offenheit sehr viel Persönliches und gewährt ihr tiefe Einblicke in seine Gedanken- und Vorstellungswelt. Nach
ihrem Tod am 29. April 1881 ließ der König auf dem Augsburger Friedhof ein neugotisches Grabmal errichten, zum
Gedenken an seine „treue Pflegerin seiner Kinderjahre“.
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