MADAME  DE  POMPADOUR
Madame de Pompadour, Maitresse Ludwigs XV.
Als Tochter des bürgerlichen Händlers Francois Poisson und dessen Frau Louise-Madeleine, die nach einem Besuch bei einer Wahrsagerin glaubte, eine zukünftige Königin zu gebären, erblickte Jeanne-Antoinette am 29. Dezember 1721 in Paris das Licht der Welt. Gemeinsam mit ihrem Bruder erhielt sie eine frühe Ausbildung in aristokratischen Umgangsformen, Tanz, Gesang und Literatur.
Durch ihre Heirat 1739 mit dem Steuerpächter Gutsbesitzer Charles Le Normand d´Etioles wurde sie bald ein Mittelpunkt der Pariser Gesellschaft und im Februar 1745, nach dem Tod von Madame de Chateauroux, die Geliebte Ludwigs XV. Die „maitresse en titre“, die noch im September den Titel einer Marquise de Pompadour erhielt, wurde somit zur Vertrauten des Königs und nahm maßgeblich Einfluss auf politische, kulturelle und wirtschaftliche Entscheidungen Ludwigs XV. Sie regte die Gründung der Pariser Ecole Militaire an und veranlasste die Errichtung der königlichen Porzellanmanufaktur in Sevres. Desweiteren förderte sie Künstler wie Pigalle und Francois Boucher und unterstüzte Voltaire. Am 15. April 1764, erst 42jährig, erlag Madame de Pompadour Duchesse de Ménars in Versailles einer Lungenkrankheit. Ihre Nachfolgerin wurde Madame du Barry. Das von August Fresenius übersetzte Lustspiel „Der Fächer der Pompadour“ ließ Ludwig II. aufführen und ein Pastellportrait der Marquise für das Lila Kabinett in Schloss Linderhof anfertigen.

 

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