Im Sommer und Herbst 1865 begab sich der seit einem Jahr regierende Monarch erstmals zu Pferd auf den
Pürschling und bewohnte die spartanisch
eingerichtete Hütte fortan alljährlich im Juni für mehrere Tage. Jene „herrliche Pürschlinghütte“ zeigte der König
im Jahre 1881 auch dem Schauspieler
Josef Kainz, der vom
8. Juni an auf Wunsch und in Gesellschaft Ludwig II. zwölf Tage im Graswangtal blieb. So lange es nur irgend
möglich war, hielt sich der naturliebende „Märchenkönig“ in der Einöde der bayerischen Berge auf und gab zu
verstehen: „
Ich kann nicht leben in dem Hauch der Grüfte, mein Atem ist die Freiheit. Wie die Alpenrose bleicht
und verkümmert in der Sumpfluft, so ist für mich kein Leben, als im Licht der Sonne, in dem Balsamstrom der
Lüfte. Lange in der Stadt zu sein, wäre mein Tod.“ Unterhalb des Pürschlinghauses (heutige DAV-Hütte) erinnert
eine Tafel an den Aufenthalt König Ludwig II. auf dem Pürschling.