DEKAN  JOSEF  SCHNELLER
Dekan Josef Schneller
In Bach, einem kleinen Ort im Tiroler Lechtal, wurde Josef Schneller am 19. Juni 1803 geboren. In seinem 24. Lebensjahr, am 12. August 1827, empfing er die Priesterweihe, war in Tux im Zillertal seit 1831 Kooperator und wurde am 30. September 1834 Pfarrer, Dekan und fürstbischöflicher Schuldistriktinspektor in Breitenwang bei Reutte. Der Dekan hatte ein hohes Ansehen in dieser Region und war aufgrund seiner Herzensgüte ein beliebter und gern gesehener Herr.
Während der teilweise wochenlangen Aufenthalte der königlichen Familie im nahe gelegenen Hohenschwangau wurde der Kontakt zu dem geistlichen Herrn aufgenommen. In einem Brief Ludwigs II. vom 9. Oktober 1864 heißt es: „Ziemlich oft besuchten wir den Decan von Breitenwang, der stets seinen heiteren Humor beibehält und sich noch viel mit der Bienenzucht beschäftigt.“ Prominenten Gästen des Königs, wie beispielsweise Richard Wagner und Fürst Paul von Thurn und Taxis, wurde die Ehre zuteil, den Decan kennenzulernen. Wenigstens einmal im Jahr folgte der Decan den Einladungen der bayer. Königsfamilie nach Hohenschwangau oder in den Gasthof „Zur Post“ in Reutte. Ludwig II., dem häufig Menschenscheu nachgesagt wurde, hielt den Kontakt zum Dekan stets aufrecht, wie ein Brief an seine ehem. Erzieherin vom 16. Juli 1874 bezeugt: „Den greisen Dekan von Breitenwang, den Du gewiß Dich gut erinnerst, habe ich jüngst besucht; er ist, trotzdem er über 70 Jahre zählt, noch immer frisch auf und von bestem Humor.“ Am 12. März 1878 starb Josef Schneller und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt.

 

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