Dort angekommen nahm Ludwig II. im Hotel „Tivoli“ am Kurpark, das spätere „Viktoria-Hotel“, Aufenthalt und
besuchte die Zarin Maria Alexandrowna, die ihm sehr ans Herz gewachsen war und die er in Briefen zuweilen
„Mutter“ nannte. In einem Brief vom 30. Juli 1864 an
Richard Wagner schrieb der König:
„Als ich vor einigen Stunden den Rhein
zum ersten Male in der Nähe sah und das Gold der Sonne sich so hehr und licht in seinen Wassern spiegelte,
o wie dachte ich da an mein geliebtes Rheingold!...“ Die günstige Witterung benutzte der König zu Ausflügen
in der Umgebung von Schwalbach und besuchte mitunter Schlangenbad, Hohenstein, Koblenz, Ehrenbreitstein und
Köln. Zudem fuhr Ludwig II. am 9. August nach Frankfurt, wo er das Goethe-Haus besichtigte, feierte mit der
Zarin deren Geburtstag in Bad Schwalbach und nahm an einem griechischen Gottesdienst teil, bevor er am 11.
August die Rückreise über Augsburg nach
Hohenschwangau antrat.