KAISERIN  ELISABETH  VON  ÖSTERREICH
Kaiserin Elisabeth von Österreich
Elisabeth Amalie Eugenie, vierte Tochter des Herzogs Max von Bayern und dessen Gemahlin Ludovika, wurde am 24. 12. 1837 in München geboren. Gemeinsam mit ihren sieben Geschwistern verbrachte sie ihre Kindheit in Possenhofen am Stanrberger See. 17jährig vermählte sie sich am 24. April 1854 mit Kaiser Franz Joseph I. und wurde somit Kaiserin von Österreich und 1867 zudem Königin von Ungarn.
Die Ehe mit Franz Joseph, dem sie vier Kinder schenkte, schien anfänglich äußerst glücklich, doch konnte sich Sisi, wie sie genannt wurde, nicht mit dem strengen Hofzeremoniell anfreunden, flüchtete daher in Isolation und Krankheit und begab sich immer häufiger auf Reisen. Ludwig II. und Sisi, die eine tiefe Seelenfreundschaft verband, schrieben sich Briefe, die sie auf der Roseninsel füreinander hinterlegten. Sie gab Ludwig II. zu verstehen, dass er „von der herzlichen aufrichtigen Freundschaft, die ich insbesondere für Dich hege“ überzeugt sein könne. Weilte Sisi in Possenhofen, so meldete sich der König umgehend „in österreichischer Uniform und ganz mit Chypre parfümiert“ zum Besuche an. „Er war kein Narr, nur in seinen Idealwelten lebender Sonderling.“ erklärte Elisabeth, die den Tod ihres Freundes nur schwer verwinden konnte. Als letzten Gruß sandte sie einen in Feldafing gepflückten Strauß von Jasmin, den seine rechte Hand an die Brust drückte. Ein schwerer Schicksalsschlag für die österreichische Kaiserin war ebenso der Freitod ihres einzigen Sohnes Rudolf 1889 in Mayerling. Durch die Hand eines Anarchisten starb Sisi am 10. September 1898 in Genf und wurde in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt.

 

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 Peter Gloswasz
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