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SOIERNHAUS
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Bereits 1866, noch vor der Erbauung des Schachenhauses im Jahre 1872, gab Ludwig II. den Auftrag zur Errichtung
einer Hütte unterhalb der 2257 m hohen Soiernspitze, um dem Zeitalter, das ihm sehr zuwider war, alljährlich auf
drei Tage entrücken zu können.
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Der Weg zum bewirtschafteten Soiernhaus (1616m) führt ab Krün bei Mittenwald auf einer Forststraße zur zwei
Stunden entfernten Fischbachalm (im Sommer einfach bewirtschaftet). Für den weiteren Anstieg kann man sich für
den landschaftlich reizvolleren „Lakaiensteig“, den die Diener des Königs als Abkürzung benutzen, oder die
bequemere und weniger beeindruckende Forststraße entscheiden. Wenn ihm der Wettergott gut gesinnt war, stieg
der König dereinst auf den Gipfel der Schöttelkarspitze und genoss den herrlichen Blick auf die dunklen
Soiernseen und das sich erhebende Karwendelgebirge. Über Kammerlakai Mayer, der nicht schwindelfrei war und
die letze Etappe des Aufstiegs nur rittlings bewältigen konnte, mußte Ludwig II. stets herzlich lachen.
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