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HERZOGIN SOPHIE IN BAYERN
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Am 22. Februar 1847 wurde Sophie Charlotte Auguste als jüngste Tochter des Herzogs Max in Bayern und dessen
Gemahlin Ludovika Wilhelmine geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit drei Brüdern und vier Schwestern, von
denen
Sisi wohl die Bekannteste sein dürfte, auf Schloss Possenhofen am Starnberger See.
Im Januar 1867 schließlich verlobte sich Ludwig II. mit der Herzogin Sophie, die
Richard Wagner ebenso verehrte wie er.
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Sie war ihm eine teure Freundin, doch bereits im Oktober wurde die Verlobung seitens des Königs gelöst, da
er nicht mehr als brüderliche Liebe aufbringen konnte. Knapp ein Jahr später vermählte sich Sophie mit dem
Herzog von Alencon aus dem Hause Bourbon-Orleans. Das Paar lebte eine Zeit lang in England, wo am 19. Juli 1869
die erste Tochter Louise Viktoria Sophie geboren wurde, und zog nach Ende des Krieges 1870/71 nach Vincennes
bei Paris. Im Alter von 40 Jahren ging Sophie Charlotte eine Liaison mit dem österreichischen Arzt Dr. Glaser
ein und floh mit ihm nach Meran, woraufhin sie auf Anraten ihres Mannes in eine private Irrenanstalt bei Graz
eingeliefert wurde und zu ihrer Familie zurückkehrte. Nachdem sie 1880 dem Dritten Orden der Dominikaner
beigetreten war verschrieb sie sich fortan der Armenfürsorge. Am 4. Mai 1897 organisierte Sophie einen ihrer
Wohltätigkeitsbazare in Paris, bei welchem die Gebrüder Lumieré ihren ersten Stummfilm vorführten. Als jedoch
ein Brand ausbrach, fand Sophie Charlotte in den Flammen den Tod und wurde in einem schlichten Sarg ohne Beigabe
von Blumen beigesetzt.
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