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„Mit Volldampf zum See“
150 Jahre Eisenbahnstrecke München – Starnberg
Ausstellung in Starnberg
Zusammen mit der Stadt Starnberg präsentiert die Kreissparkasse Starnberg vom 12. Oktober 2004 bis zum 16.
Januar 2004 eine einzigartige Ausstellung im Foyer an der Wittelsbacher Straße 9, in Starnberg.
Johann Ulrich Himbsel, Unternehmer und kgl. Baurat unter König Maximilian I. und dessen Nachfolger Ludwig I., wurde
bereits 1837 mit der Oberleitung des Baus der Eisenbahn von München nach Augsburg beauftragt. Sein noch im selben
Jahr gestellter Antrag auf Errichtung einer Privatbahn nach Starnberg und einer Dampfschifffahrt auf dem
Starnberger See wurde jedoch von König Ludwig I. abgelehnt und erst unter der Regierung Maximilians II.
1849 genehmigt. Nachdem 1851 der erste Salondampfer „Maximilian“ in Starnberg vom Stapel lief, begann man Anfang
1854 mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Pasing nach Starnberg, die im November des selben Jahres fertiggestellt
werden konnte.
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Dampfer „Maximilian“, Aufnahme 1865, Quelle: www.suedbayerisches-schifffahrtsmuseum.de
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Starnberger Bahnhof am See, historische Ansichtskarte
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Neben detaillierten Informationen zur Entstehungsgeschichte der Bahn- und Schiffahrt in Starnberg sollen anhand
zeitgenössischer Berichte Eindrücke aus jener Zeit vermittelt werden. Themen wie „Die Bahnhöfe“, „Pendlerzug
und Ausflugsbahn“, „Fahrgefühl“, „Sommerfrische in Starnberg um 1870“ und „Königliche Fahrgäste“ – nur um einige
zu nennen – sollen die Bedeutung der Bahnfahrt, sowohl für die Bevölkerung als auch die Allerhöchsten Herrschaften,
aufzeigen.
Waggons der 3. Klasse (die 4. Klasse wurde, da ohne Bedachung, abgeschafft) hatten beispielsweise
keine Fenster und waren auch sonst sehr unbequem, während die Reisenden in der 2. Klasse sich schon gepolsterter
Sitze erfreuen konnten. König Maximilian II. hingegen besaß einen eigenen „Salonwagen“, mit einer Krone auf
dem Dach, den Ludwig II. später um einen Terassenwagen erweitern ließ. In der Entstehungszeit der
Starnberger Seeschifffahrt und des Baus der Eisenbahnstrecke ließen sich am Würmsee, nicht zuletzt durch die
direkte Anbindung an München bedingt, auch zahlreiche Künstler, Gelehrte, Adelige und Wittelsbacher nieder, deren
Villen teilweise noch heute das West- und Ostufer des Sees zieren. Der Ausbau der Eisenbahnstrecke über Feldafing
und Tutzing nach Murnau erfolgte unter Ludwig II. im Jahre 1865.
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Copyright@ Oktober 2004 by Ivonne Ebersbach, Starnberg
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