Dies war gelegentlich Haltestation auf des Königs Fahrt in die Halbammer oder auf
dem Königsweg nach Trauchgau und Steingaden. Erbaut wurde das Haus im Jahre 1848 von Graf Dürckheim-Montmartin, einem Vorfahr des kgl. Flügeladjutanten
Alfred Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin. Zu einer Zeit, in der die
Halbammer Hochwasser führte und die
Strasse nach Unterammergau fortgerissen wurde, soll Ludwig II. im Forsthaus Unternogg übernachtet haben. Der
Kurier Gindhart, der im Auftrag Seiner Majestät unterwegs war, wurde dabei vom Wasser fortgerissen und fand
den Tod, wie das Marterl bei der Ewigkeitsbrücke berichtet. Die im Tal arbeitenden Holzrücker und Kohlenbrenner
kehrten nach Feierabend im Haus des Försters ein, der ihnen bereitwillig Spirituosen ausschenkte, was die Frauen
der Arbeiter allerdings sehr störte, da dadurch ein großer Teil des erarbeitenden Geldes abhanden kam. Als der
König davon erfuhr, verfasste er ein Schreiben, welches dem Förster verbot, weiterhin Alkohol auszuschenken. Ab
Mai 2003 ist die Einkehr im einstigen Forsthaus, nun in Besitz eines Oberammergauer Gastronoms und momentan in
kompletter Innenrenovierung, wieder möglich.