„Da geschah es zuweilen“, erinnerte sich Ludwig Thoma, „daß vorne auf einem mit Samt
ausgeschlagenen Betstuhl ein hochgewachsener Mann kniete, der sein Kreuz schlug und der Zeremonie
andächtig folgte, wie der Sagknecht oder Kohlenbrenner, der durch ein paar Bänke von ihm getrennt war.
Wenn der Mann aufstand und die Kapelle verließ, ragte er über alle hinweg, auch über den langen Herrn
Oberförster, der doch sechs Schuh und etliche Zoll maß“. 1866 hatte der „große Mann“ die
Kapelle erweitern lassen und stiftete einen neugotischen Altar, Paramente und einige gemalte Glasfenster,
deren Initialen eindeutig auf Ludwig II. schließen lassen. Die meist verschlossene Kapelle und die auf der
Anhöhe stehenden Gebäude, wie das ehemals königliche Jagdhaus, gehören heute zur „Forstdienststelle
Vorderriß II. des Bayr. Forstamts Fall“.
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